Aktuelles

05.08.2021 – hinter der Bühne

Maria Stuart am Globe Berlin

Spieltermine, Karten und weitere Informationen

Die schottische Königin Maria Stuart ist seit 19 Jahren in England gefangen. Noch im Kerker ist sie eine ständige Bedrohung für die englische Königin Elisabeth; das britische Volk fordert Marias Kopf, um nach Jahrzehnten von religiösen und politischen Spannungen endlich Ruhe zu haben. Elisabeth ist zerrissen – eine Königin hinrichten zu lassen wirkt wie ein Menetekel für sie selbst, kann doch der Wind der Volksgunst jederzeit drehen.

Foto: Thorsten Wulff

Religiöser Wahn und politisches Kalkül liegen in „Maria Stuart“ nicht nur nah beieinander, sondern sind auch mit erotischem und persönlichem Konflikt untrennbar verbunden. Der Kampf zwischen Politik und Moral spitzt sich in einem persönlichen Konflikt der zwei Königinnen zu. Keine ihrer Handlungen darf nur persönlich sein, kein Schritt, kein Brief, keine Bewegung bleibt ungesehen. Das Private ist politisch.

Hohe Emotionalität und tiefe Einsamkeit sind die Triebfedern der Figuren in dieser konzentrierten Fassung von Schillers Königinnendrama.

Was für Menschen wollen wir sein? Wieviel wirklichen „Gestaltungsspielraum“ haben wir, und wo werden wir vom Außen zu dem gemacht, was wir sind?

Es spielen: 
 SASKIA VON WINTERFELD
 WIEBKE ACTON
 ANSELM LIPGENS
 BENJAMIN KRÜGER
  
Regie:CAROLA SÖLLNER
Kostüme:GABRIELE KORTMANN
Bühne:THOMAS LORENZ-HERTING
Musik:BERND MEDEK
Maske:EMILY BEILHARZ
Kostümassistenz:ANDREA KRÜGER
Regieassistenz: ROSANNA MONGA

19.06.2021 – hinter der Bühne

Pension Schöller

Nach einem Jahr, wie es wohl verrückter nicht sein konnte, freue ich mich besonders bei den Burgfestspielen Mayen für „Pension Schöller“ Regie zu führen. Ein Komödienklassiker, der einerseits unfassbar komisch ist und andererseits eine Frage stellt, die für uns alle vielleicht wichtiger ist als je: Was ist normal – und wer definiert das?

Foto: Thomas Manstein

Philipp Klapproth kommt aus der Provinz zu Besuch nach Berlin, um etwas ganz Besonderes zu erleben: Er möchte ein „Irrenhaus“ von innen sehen. Sein in der Hauptstadt lebender Neffe Alfred soll ihm diesen Wunsch erfüllen. Aber wie bekommt man Zugang zu einer Nervenheilanstalt? Die zündende Idee kommt von Freundin Franziska: Sie rät Alfred, den Onkel doch einfach in die Pension Schöller zu führen, in der regelmäßige Gesellschaftsabende stattfinden. Ob ein duellwütiger Major, eine skurrile Autorin oder ein angehender Schauspieler mit markantem Sprachfehler – der Onkel merkt nicht, dass ihm hier keine „Irrenhausinsassen“, sondern ganz „normale Verrückte“ begegnen. Doch er hat nicht damit gerechnet, dass die „Irren“ aus der Hauptstadt ihn in der Provinz besuchen – und ihn dort dann selbst an den Rand des Wahnsinns treiben.

Mit: Alessa Kordeck (Franzi/Kellner), Saskia Kästner (Josefine Zillerthal), Wiebke Isabella Neulist (Ida Klapproth), Oliver Jaksch (Schöller) Georg Lorenz (Major von Mühlen), Matthias Manz (Eugen), Andreas Schneider (Prof. Bernhardy), Marius Schneider (Alfred) und Charles Ripley (Philipp Klapproth)

Tickets gibt es auf der Homepage der Burgfestspiele. Auch den Spielplan kann man dort einsehen.

08.03.2021 – auf der Bühne

Die Grippe und die Menschen

Mit diesem kleinen Videogruß melde ich mich aus dem weiter andauernden Lockdown – wer hätte gedacht, dass all das ein ganzes Jahr beherrschen würde? Im Schweizer „Nebelspalter“ erschien vor 101 Jahren dieses Gedicht, geschrieben anlässlich der Spanischen Grippe. Klüger geworden sind wir nicht, aber wer meine Geschichtenerzählerei auf der Bühne vermisst, der findet hier vielleicht vorerst Ersatz. Bleibt gesund und vorsichtig!

21.01.2021 – hinter der Bühne

Produktionsleitung Krump A Human Race
Luka Austin Seydou in „A Human Race“ (Foto: René Löffler)

A Human Race („Geisterpremiere“)

Nach sechs abenteuerlichen Probenwochen feiern wir – unglaublich, aber wahr – die Geisterpremiere unseres Krump-Stücks „A Human Race“. Ich bin besonders stolz, mit dieser Produktion wieder bei den Tanzkomplizen zu arbeiten, dem Projekt, das ich 2014/15 mit Livia Patrizi gegründet habe und das wächst und gedeiht. Aufführungstermine folgen!

Krump ist getanzter Widerstand. Der in der Schwarzen Community von L.A. geborene Tanzstil ist die Verkörperung von sozialer Ungleichheit, eine pulsierende Form des Ausdrucks, die roh und energetisch ist, ein kreatives Ventil für Aggression, das die Wunden von Ausgrenzung und Rassismus selbst sprechen lässt. Krump ist aber auch eine soziopolitische Praxis, welche jungen Menschen auf der ganzen Welt eine familiäre Struktur und einen Zufluchtsort bietet, und zugleich Selbstermächtigung angesichts des Gefühls von Ohnmacht gegenüber unrechtmäßig erfahrender Gewalt.

Choreografie: Grichka Caruge und Ensemble
Tanz: Luka Austin Seydou, Solomon Quaynoo, Rochdi Alexander Schmitt, Mark Sheats, Émilie Ouedraogo Spencer
Dramaturgie: Livia Patrizi
Produktionsleitung: Carola Söllner
Bühne und Kostüme: Silvia Albarella
Lichtdesign: Arnaud Poumarat
Technische Leitung/Licht: Martin Pilz

21.07.2020 – auf der Bühne

Achtung, Achtung, hier ist Berlin!

Das Tariforchester und Frl. Söllner haben die große Corona-Pause genutzt und mit ihren Mitstreitern von Herrengedeck Filme und Klangschneider im wunderschönen Sally Bowles Berlin dieses kleine Filmchen produziert – anschauen, kommentieren, buchen!

17./18.8.2020 – hinter der Bühne

Casting für „A Human Race“

Ich freue mich, als Künstlerische Produktionsleiterin wieder für die Tanzkomplizen tätig zu sein! Wir arbeiten an einem neuen Krump-Stück für junges Publikum, als nächstes steht das Casting an:

You are an experienced krumper and want to join a project with @grichkarootz (FR)? On August 17 and 18, TANZKOMPLIZEN will hold auditions for a new krump piece called „A Human Race“ in Berlin (opening in January 2021).
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Interested? Send us a video of your krump, some biografical notes and your contact info, and we will provide you with more information.
✉️krump@tanzkomplizen.de

12.03.2020 – hinter der Bühne

Opera for Sale

Die ultimative Enteignungsoper von Felix Krakau und Yuval Halpern

Uraufführung am 12.03.2020, bis 12.05.2020

Berlin in nicht allzu ferner Zukunft: Die Stadt hat den Kampf gegen internationale Investoren verloren, wurde aufgewertet, redesigned und ist plötzlich menschenleer. Die Fassaden wurden schick gemacht und die BewohnerInnen vertrieben; die Bauten starren aus
leeren Retortenaugen. Deine ehemalige Wohnung ist ein Anlagedepot, dein Sofa wurde dir unterm Hintern wegspekuliert. Du wurdest an den Rand gedrängt und auch den konntest du dir irgendwann nicht mehr leisten. Auch die Neuköllner Oper wurde zum share deal: Im Zentrum des Orkans lädt der neue Eigentümer des Hauses, die Angel Dust Property GmbH Opera Neukölln zum exklusiven Musiktheaterereignis für ein weitgereistes Publikum. Authentisches Berliner Musiktheater, ganz wie früher. Wir fragen uns, wem gehört eigentlich die Stadt, und begeben uns auf die Fährte von Milliardären von den britischen Jungferninseln, zypriotischen Briefkastenfirmen, dem ganz großen Geld und dem Glücksversprechen der idealen Stadt. Opera for Sale ist dystopisch-heiteres Musiktheater, Immobilien-Infotainment und spekulative Albernheit über den Berliner Wohnungsmarkt. Get your tickets now – so lang es noch welche gibt!

Regie: Felix Krakau | Musikalische Leitung: Yuval Halpern | Bühne: Ansgar Prüwer | Kostüm: Jenny Theisen | Dramaturgie: Carola Söllner

Mit: Kilian Ponert, Teresa Scherhag, Lou Strenger sowie Omri Abramov (Reeds) und Doron Segal (Synthesizer)

14.02.2020 – hinter der Bühne

Betterplazes

Berlin, Google&Co.
von Anna Catherin Loll, Carlotta Rabea Joachim und Beka Savić
Uraufführung 14. Februar, Spieltermine bis 24. Mai 2020

Inszenierung: Beka Savić | Musikalische Einstudierung: Hans-Peter Kirchberg/Insa Bernds | Ausstattung: Celine Demars | Dramaturgie: Carola Söllner
Mit Linda Hartmann, Corinna Ruba, Christian Clauß und Olaf Taube (Schlagwerk) und Hans-Peter Kirchberg / Insa Bernds (Klavier)

Timo und Sven sind Stars, für ein echt spezielles Publikum. Sie sind jung, mutig, kreativ, und sie gestalten ihren Kiez tatkräftig (mit). Kurz: sie sind Sprayer, und was sie tun, wird gefeiert. Etwa von Justin, der seine Helden gern auch im Netz postet. Und sie darin, wie das Wort schon sagt, fängt… Und da wir in Berlin sind: was wäre die Stadt ohne einen Google Campus, und was Xberg ohne ein paar Leute, die dafür wenig Sympathien aufbringen. Was Helden wie Timo und Sven eine Steilvorlage gibt und jede Menge Möglichkeiten, mit dem Giganten und dem deutschen Rechtsstaat in Berührung zu kommen.
Die investigative Journalistin Anna Catherin Loll hat sich im Auftrag der Neuköllner Oper in den diversen Szenen dieser Stadt umgehört und ein Stück über den Widerstand gegen Google&Co. und die Kraft von Utopien geschrieben.
Mit der Komponistin Carlotta Rabea Joachim und der Regisseurin Beka Savić – beide erstmals an der Neuköllner Oper – eröffnet dieses Team unsere Veranstaltungsreihe für ein anderes Berlin: REBOOT BERLIN. Hol dir deine Stadt zurück.

Spieltermine und Tickets

04.01.2020 – auf der Bühne

Achtung, Achtung, hier ist Berlin! im „Sally Bowles“

Wir freuen uns auf unsere Berlin-Premiere im wunderbaren „Sally Bowles“ – genau rechtzeitig, um die neuen Zwanziger Jahre einzuläuten! Kommet zahlreich! Mehr Informationen gibt es hier.

Beginn: 20 Uhr

Ort: Sally Bowles, Eisenacher Str. 2, 10777 Berlin

Telefon für Platzreservierungen: 030 20838269